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...night vision...

Seit Jahren bin ich an jedes Saddle Creek Konzert gegangen, das in meiner Reichweite lag. Ich bin in Genuss einiger Bands dieses Labels gekommen. Dass ich für den Star des Labels schwärme ist auch einigen Beiträgen hier zu entnehmen. Ausnahmslos alle S.C.Konzerte haben mir gefallen. Es waren immer tolle Abende. Immer hatten sie grosse oder kleinere Erkenntnisse zur Folge wie ich hätte besser doch nicht mit meiner Ex rumgeknutscht oder ach Conor ist ein Glückspilz, seine Freundin ist zwar etwas zu dünn geraten aber dennoch wunderschön. Eigentlich immer hab ich mir einige Wochen/Tage vor dem Konzert die passende CD gekauft, in sie reingehört. Bin an die Konzerte gegangen, einige Lieder wiedererkannt und toll gefunden. Hab einige Leute getroffen und gelabert. Hab gesehen und bin gesehen worden. Und nach jedem Konzert wusste ich, dass ich auch das nächste besuchen werde, sollte nicht etwas dazwischen kommen.

Heute bzw. gestern wars irgendwie anders. Mein Bruder hat mir die CD zu Weihnachten geschenkt. Vielleichts hats damit begonnen. Mein Bruder verschenkt nur gute CDs. Mein Bruder ist nicht einfach zu begeistern. Ich habe die CD irgendwann eingelegt und ich war überrascht. Kein Songwriter, der eben nicht ganz so genial wie Conor ist und seine Songs mit einer Countrygitarre unterlegt. Kein sympathischer Freund von Conors Bruder aus Omaha, der seine Band nach seinem Sohn benennt. Auch keine Frau, von der man eigentlich zu wissen meint, dass sie mit Conor zusammen ist und sowieso auf jeder Saddle Creekplatte mitspielt. Diese Band war anders. Beschreiben kann ichs nicht. Klingen tut sie super, anders, neu. Nachdem man sich die Platte angehört hat, bemerkt man, dass es zwar eine CD von Saddle Creek ist, aber dass sie eben nicht aus Nebraska kommt. Das heisst überhaupt nicht, dass sie nicht typisch fürs Label sein kann. Sind sie wohl. Besonders auf der Bühne. Aber es ist nicht irgendjemand aus dem Obersten Clan. Und dann das Konzert. Natürlich war ich etwas traurig, dass Maria und Orenda nicht mit von der Partie waren, obwohl sie auf jedem Bandfoto drauf sind. Als Eyecatcher halt. Aber es war super. Noch besser als auf CD. Und der Frontmann irgendwie süss. Typisch Saddle-Creek aber auch typisch amerikanisch. (Gut, er war multilingual. "THANK YOU!" "DANKESCHÖN!" "MERCI!" Er war süss und übertrieben nett. Sagte 500 mal wie toll wir sind. Bedankte sich brav. Prostete uns zu. Manchmal sagte er auch ganz cool "hey there!" "hey you guys" als hätte er uns gerade erst bemerkt. Er sah viel zu jung aus, aber auch so perfekt-indie-ich-hab-irgendwas-aus-dem-schrank-genommen-das- jetzt-halt-verdammt-cool-an-mir-aussieht. Der Rest der Band versuchte ausszusehen als wäre er eben Teil der depressiven Indie-Jugend, die so schrecklich unter der Gesellschaft zu leiden haben. Nur der Drummer, der strahlte mit dem Sänger um die Wette und manchmal auch etwas um die Aufmerksamkeit. Vielleicht hätte er nicht Drummer werden sollen, da ist man eben im Hintergrund.

Nevertheless. Es war genial. Ich bin nicht verliebt, dafür war es zu SaddleCreek und zu Amerikanisch. (Wie schön, dass der letzte song ein Anti-Bush-Song war. Wäre er nicht so unglaublich schön und toll, hätte ich mich hier in diesem Beitrag vielleicht auch eher über diese ausgeleierte Bush-Arschloch-Masche ausgelassen.) Aber ich kann getrost NOW IT'S OVERHEAD ab sofort zu meinen Lieblingsbands zählen, ohne dass ich in einer Woche zugeben muss, dass ich sie vielleicht doch nicht ganz so oft höre.

26.1.07 01:02
 


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