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Year 1 after Conor-Oberst-Sidewalk-Meeting

Gestern Abend war es genau ein Jahr her seit ich Conor Oberst vor der roten Fabrik auf dem Gehsteig angetroffen habe. Genau ein Jahr nach dem wunderbaren Konzert. Genau ein Jahr nach der sehr kalten Nacht, die ich im Bahnhof verbringen durfte. Zeit für einen Rückblick.

Ich habe von meiner damaligen Konzertbegleitung einen wunderschönen Brief gekriegt, inklusive der Conor-Live-CD "motion sickness". Sie schreibt zum Beginn:
"Diese Sendung soll Ihnen helfen an das Jahr 1 nach Conori Obersti Konzert zurückzudenken. Dieses Jahr hatte es in sich. Vieles ist passiert, vieles ist beim Alten geblieben. Manches hat sich als weniger aufregend erwiesen und manches hat sich ganz anders entwickelt, als Sie es sich vorgestellt haben. Neue Freundschaften wurden geschlossen, alte Freunde sind zurückgekehrt, andere sind von uns gegangen.(...)"
Natürlich kann man diese Sätze auf so gut wie alle Jahre anwenden, doch Insider wissen natürlich genau, was genau mit den Andeutungen gemeint ist. Ich hab die Motion Sickness eingelegt und ein sehr sonderbares Gefühl überkam mich.
Ich hätte weinen können, aber ich weinte nicht.

Mein Leben hat sich durch Conor sehr verändert. Nicht nur haben mich seine Stimme, seine Worte, seine Songs, seine CDs durch das Leben begleitet, mir Halt gegeben, meine Tränen fliessen lassen, mir neuen Mut gegeben, mir das Gefühl eines Sinns gegeben, sondern hat mich eben auch dieser eine Abend so verändert, dass ich wirklich jetzt das Jahr 1 einer neuen Zeitrechnung gelebt habe.

Conor hat mir Klarheit über Löwen verschafft. Er hat nicht nur Schuld an der gescheiterten Beziehung, sondern auch an der Freundschaft, die daraus entstanden ist. Conor war nicht nur Frisurvorlage für einen jungen Mann, der auch in der roten Fabrik war, er hat mir diesen Mann unter anderem auch gerade deswegen ein Stück näher gebracht. Conor hat mich auf dem Sidewalk so angeschaut, dass ich es nie vergessen kann. Er hat mir gelernt, dass Blicke wichtiger sein können als sämtlichen anderen Mittel der Kommunikation. Ich habe mich seit einem Jahr nie mehr im HB verlaufen. Ich kenne ihn sehr gut, dank Conor. Well, ha, ha, ha. Conor hat mich zerstört. It's the ones with the sorest throats who have done the most singing. Conor hat mich aufgebaut. Er hat mir eine Lebenseinstellung gegeben. Er hat mir vieles gelernt, er hat mir auch gelernt ohne ihn zu leben.
Year 1 after Conor-Oberst-Sidewalk-Meeting was great. And Norway was great. It reminded me of somebody not hanging around here anymore. And i will always love him, even when his eyes are fading. A night to remember. I can see in your eyes the same fear.
I wasn't drunk.

Thank you Conor.

6.3.06 19:27


Les Gens Raisonnables

"Les gens raisonnables n'ont pas la belle vie. Ils regardent les gens pas raisonnables et bien souvent ils les envient. Les gens raisonnables ont plein de doutes, trop de soucis, donc moins de souvenirs dans leur sac, à la fin de leur vie."
(Mickey 3d)

Lange nach meiner ersten Mickey 3d-Phase habe ich dieses Lied wieder ausgegraben. Ich habe mich erinnert an meine so un-raisonnablen Zeiten, die ich mit diesem Lied rechtfertigte. Meine so unglaublich schönen unraisonnablen Zeiten. Meine so unglaubich schönen und so unvergesslichen unraisonnablen Zeiten.
Zeiten in denen ich nicht oft zu Hause war. Zeiten in denen ich Schule aus meinem Gedächtnis löschte. Zeiten in denen ich Spass hatte - und ihn mir nicht wegnehmem liess. Auch Zeiten in denen ich ein paar Drogen konsumierte. Zeiten in denen ich unter freiem Himmel übernachtete. Bahnhöfe waren auch dabei. Plakativität! Weg vom Spiessbürgertum hin zur Lebenskunst. I was orsum.

Nun ich habe mich geändert. Ja, man könnte schon sagen ich sei vernünftiger geworden. Ich lebe hier in einem netten Zimmer, gehe brav zur Arbeit und komme auch am Wochenende selten später als 4 Uhr morgens nach Hause. Ich rufe regelmässig meine Mutter an um ihr zu sagen, dass es mir gut geht. Ich gehe ab und zu bei meiner Grossmutter essen. Ich koche manchmal mit Freunden. Und doch gebe ich Mickey nach wie vor recht. Wo ist denn der Fehler?!
Nun, ich gebe mich eigentlich immer noch recht kuhl. Ich bin immernoch so ein kleiner, planloser Idealist. Noch immer steht an meiner Zimmertür "Träumt einer allein, ist es nur ein Traum. Träumen viele gemeinsam, ist es der Anfang der Wirklichkeit.". Ich glaube auch noch daran. Auf der Top 10 meiner Lieblingssongs ist noch immer John Lennons "Imagine" zu finden. Noch immer ist mein meist gesagter Satz "Hey, seid lieb zueinander!" Ich höhle auch oft abends eine Flasche Rotwein, so für mich. Ich lebe immernoch den grossen Traum des Weltfriedens und trainiere mich in der Giraffensprache. Eine sehr grosse Herausforderung. Gerade wenn man eigentlich ein kleiner Provokateur ist und das auch auf dem T-Shirt stehen hat. Für mich bedeutet Vernunft ein Stück weit Resignation. Wäre ich vollends vernünftig, müsste ich annehmen, dass es leider zu viele Leute gibt, die den Weg der Vernunft verlassen haben und sie sich nicht zurückführen lassen. Ich müsste so vernünftig sein, sie nicht dazu zwingen zu wollen einen gewaltfreien Weg zu gehen. Ich müsste so vernünftig sein und mein kleiner aber konstanter Kampf gegen kleine und grosse Ungerechtigkeiten aufzugeben, weil ich nichts ausrichten kann. Ich müsste Träume aufgeben.
Dazu bin ich nicht bereit. Ich bleibe also unvernünftig und verachte die vollendete Vernunft.
Aber so ein bisschen Vernunft hat mir doch nicht geschadet. Nur so ein ganz kleines Bisschen. Und es war vielleicht auch gerade dieses Bisschen Vernunft, das mir den Weg geebnet hat als unvernünftiger Idealist etwas mehr angehört zu werden als der unter Drogeneinfluss stehende, plakative Provokateur, der eigentlich nie eine Ahnung hatte, wovon er gerade sprach.

Mut zur Unvernunft!
9.3.06 19:56


Brian Molko, Grape light & Briefmarken

Ja, es war ein netter Tag. Ich war nicht mal besonders müde beim Aufstehen. Doch da war ein Problem: Trotz sehr intensiver Emiliana Torrini-Beschallung ging mir Brian Molko heute nicht aus dem Kopf. Vielleicht habe ich ihn, nicht zuletzt dank einer wunderschönen Freundin, in letzter Zeit zu oft angeschaut. Und auf der 20Minuten hat er mich auch noch verfolgt. Ich musste kurzerhand nach Hause gehen um am Wettbewerb teilzunehmen.

Ja zugegeben, es war nicht der direkte Weg, ich musste noch einkaufen gehen. Und weil ich heute irgendwie Lust auf Softdrinks hatte, wollte ich mir eine Flasche Grape kaufen. Und ich griff ohne zu zögern zu den Grape LIGHT Flaschen. Erst an der Kasse fiel mir auf, dass ich auch noch andere Lightprodukte gekauft habe. Warum eigentlich? Ich bin nicht besonders gesundheitsbewusst, so von wegen weniger Fett und so, und das Thema Abnehmen hab ich beiseite geschoben. Ob meine Käufe wohl von der Werbung gesteuert werden? Who cares. Ich geniesse mein Grape light. Und ich fühle mich schon bedeutend schlanker.

Das mit den Briefmarken war lustig. Heute Morgen musste ich noch zwei Briefe zur Post bringen, und natürlich hab ich erst 10 Minuten bevor der Bus fuhr, angefangen nach Briefmarken zu suchen. Mein Gehetze hatte natürlich zur Folge, dass ich die Schachtel mit dem Briefmarken fallen liess und sie sich auf dem Boden verteilten. Zum Aufräumen war aber leider keine Zeit mehr. Als ich so gegen Abend, nach meinem Grape light-Kauf nach Hause kam, betrat ich mit meinen feuchten Turnschuhen mein Zimmer, so dass natürlich prompt alle Briefmarken kleben blieben. Ich habe mich gefragt ob die Frankierung wohl ausreichen würde, den Schuh zu verschicken und war eigentlich sogar richtig gewollt, das auszuprobieren. Aber als die Erinnerung kam, dass das mein einziges funktionstüchtiges Paar Schuhe ist, hab ich allerdings davon abgelassen...

 

So, was lernen wir aus meinem heutigen Tag? Ich werde kein Glück haben und nicht nach London fliegen, obwohl das eigentlich momentan ein sehr grosser Wunsch von mir wäre. Ich bin linienbewusst und gebe der Werbung Schuld. Und meine Schuhe haben mir jetzt ihr Leben zu verdanken. Wie toll ich bin.

13.3.06 21:59


Zeitmangel

Heute wollte ich einen unglaublich langen Eintrag schreiben über den Einfluss der Bahn auf mein geografisches Denken. Aber leider musste ich eine unglaublich lange Mail schreiben. Deswegen müsst ihr euch jetzt ausdenken, wie die Bahn meine geografische Vorstellung beeinflusst.

19.3.06 22:35


So, seit über einer Woche bin ich nun wieder ein Jährchen älter. Neue Erkenntnisse hab ich leider dadurch nicht erhalten.

Wieder ein paar Tage war ich der einsame Held meines Freundeskreises, wie sich das gehört. Und jetzt ist schon alles wieder grauer Alltag, sogar die Sonne, die sich  in den letzten Tagen grosszügig gezeigt hatte, machte nun wieder dem Regen Platz.

Stören tuts mich eigentlich nicht. Ich hab mich ja eigentlich an dieses Leben gewöhnt. Ich hab ja auch einiges zu tun, das lenkt vom schlechten Wetter ab. Genaugenommen ist es ja eh viel besser wenn es regnet und man arbeiten muss. Die Gefahr sich im Garten etwas aufs Ohr zu hauen ist bedeutend kleiner.

 Aber etwas Wunderschönes hatte mein Geburtstag trotzdem, etwas was jetzt auch ein ganzes Jahr anhalten wird. Und zwar kann ich mich jetzt noch viel besser in eines meiner absoluten Lieblingslieder einfühlen. "The world got me dizzy again, you think after 22 years i'd be used to the spin."

 Nein, 22 Jahre reichen dazu definitiv nicht. Aber meine Lobeshymnen auf Conor haben ja schon genug Platz eingenommen, deswegen beende ich meinen Eintrag hiermit.

29.3.06 08:00





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