He could be serious but he's just kidding around.
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I will follow you tonight...

Alles begann mit einem "song about picking up someone in a bar hoping it's the love of your life". Es brachte mich das erste Mal während des ganzen Abends dazu die Augen von der wunderschönen Sängerin, die da vor mir stand, wegzunehmen und einmal links und einmal rechts zu gucken. Volltreffer. Den Rest muss ich euch nicht erklären.

Nun. Es war nicht die Liebe meines Lebens, aber trotzdem ein wunderschöner Start in den Tag, der mir wiedermal weiszumachen versuchte ich sei jetzt alt. Oder älter halt. Schon während der Arbeit tonnenweise Anstandssmsen von Leuten die ich seit Ewigkeiten weder gesprochen habe noch vorbeihuschen sah. Ich beklage mich ja nicht darüber, und ja, ich tus selbst auch, aber es ist eigentlich so nicht nötig. Danach hab ich Freunde bekocht. Wir haben gelacht, wir haben getrunken bis der Morgen kam. That's it.

Ich befinde mich in einem komischen Alter. Früher freute man sich unglaublich auf den Geburtstag. Ja, ich war, und bin immer noch, ein materialistisches Kind. Ausserdem hab ich an meinem Geburtstag immer die Aufmerksamkeit bekommen, die ich meiner Meinung nach jeden Tag verdient hätte. Bis 18 sind Geburtstage unglaublich wichtig, danach ändert sich das Leben ja doch nicht mehr. Mit 20 darf man denken, boah, bin ich alt, da ist ne 2 vorne. Und dann, dann vegetiert man ja doch nur noch vor sich hin, bis man dann in der midlifecrisis deprimiert drüber sein muss, dass die Hälfte schon vorbei ist und man doch nichts erreicht hat.

Gegen das Vegetieren hat aber eben Anna das gute Rezept gehabt. Danke. Jag älskar dig!

Caught by what comes by
Stand alone without a fair chance tonight
Here again by your side when
They turn on all the lights
Yes I’ll follow you tonight

Using white lies if we have to
It’s easy to forgive and forget it all tomorrow
I just pass by you, pass by me
My last way out and worst mistake tonight
Lying lips wont say my eyes give me away
Wont you please turn out the light
And I’ll follow you tonight

I’ll follow you tonight
The worst mistake to make
Or just the kind of promise you simply have to break
So please turn out the lights
And I’ll follow you to any doorstep, any hallway
With hope of finding more
Not feel shallow not get bored
And find it useless, feeling meaningless
And just as low as I was high the night before

The worst mistake to make
Or just the kind of promise you simply have to break
So please turn out the lights
And I’ll follow you tonight…

 

Schpale am 21.3.07 19:41


The Mixtape

Ja, in solchen Momenten wird mir klar, warum ich  heute rundum glücklich bin, nur weil ich ein Pflaster mit farbigen Dinos drauf aufhabe. Ich will Kind sein. Jawoll. Deswegen hab ich mir heute Cornflakes so gemacht wie Grosi sie früher immer gemacht hat. Aber hej, das Pflaster ist wirklich super. Ich könnte es heiraten. Hoffentlich heilt die Wunde nicht.

Jetzt muss ich aber an meinem "last week of happiness-tape" arbeiten. Ihr entschuldigt mich.  

Schpale am 13.3.07 19:42


I remember the creep.

Abstimmungssonntage bedeuten Stress. Immer dann nämlich, wenn man wiedermal vergessen hat brieflich abzustimmen und sich deswegen früh morgens aus dem Bett quälen muss um noch rechtzeitig zum Wahllokal zu kommen. Und das obwohl man am letzten Abend eher spät, was heissen will, eher früh morgens nach Hause gekommen ist. Wenigstens ist der Gang zum Wahllokal bei diesem Wetter auch ein wunderschöner Sonntagsspaziergang, bei dem man darüber nachdenken kann warum man ein paar Stunden zuvor nicht vollends glücklich eingeschlummert ist. Ja, warum nicht? Damien sollte doch wirklich Grund genug sein. Nun ja. Es hätte eben perfekter sein können. Muss man denn unbedingt jedes Lied so ausfransen? Oder reicht es nicht pro Konzert nur einmal in ein Cover zu wechseln? Für den Creep hätte ich Damien ja geheiratet. Aber Feeling Good am Ende von I Remember? Das war zu viel. Nun ja, eigentlich wollte ich ja keine Konzertkritiken mehr abgeben, aber ich stehe vor einem ernsthaften Problem: Warum komm ich rundum glücklich von Teitur nach Hause? Warum liebe ich Now It's Overhead so, obwohl ich mich vor dem Konzert eigentlich noch mehr auf den Abend mit meiner reizenden Konzertbegleitung gefreut hatte denn auf die Band? Und warum komme ich von den Konzerten auf die ich mich monatelang gefreut habe nur halbbefriedigt nach Hause? Ich verlange wohl zu viel. Und die Leute sind mir dann zu cool. Zu Indie. Zu ach ich bin so toll und meine Musik auch. Sie haben mich mit ihrer CD tief getroffen, so dass ich glaubte sie seien genau so wie ich, weil sie meine Gefühle auf CD verkaufen. Ich muss dann wohl erkennen, dass sie eben nicht so sind.

 

Das soll Damiens Leistung aber nicht schmälern. Ich liebe ihn. Und ich würde alles dafür geben ihn bald wieder zu sehen.  

Schpale am 11.3.07 12:51


Year 2 after Conor-Oberst-Sidewalk-Meeting

Ich glaube, das zweite Jahr ist immer das langweiligste. Im zweiten Jahr braucht man Zeit sich an die Veränderungen des ersten Jahres zu gewöhnen und verändert deswegen nicht alles. Trotzdem hat man sich an die grossen Dinge gewöhnt.

Nun ist es zwei Jahre her seit ich Conor auf dem Sidewalk getroffen habe. Dass sich mein Leben in dieser Nacht grundlegend änderte, hätte wohl keiner gedacht. Dass ich nun mit diesen Veränderungen lebe, und gut damit lebe, zeigt wohl, dass er recht hatte

Nun, wenn ich auf das letzte Jahr zurückblicke, es hat sich doch einiges getan. Ein ganz grosser Abschied. Viele gute Ideen. Eine neue Formation mit alten Freunden. Ich bin sichtlich verdummt im letzten Jahr. Daran ist nicht nur der Alkohol schuld. Aber auch der floss irgendwie in rauhen Mengen, obwohl ich dem Kampftrinken eigentlich seit langer Zeit abgesagt habe.

Ich und mein Leben. Wir beide haben uns in den letzten Jahren verändert. Und wir haben eines erkannt. "bleib so wie du bist" ist der schlimmste formulierbare Wunsch.

Schpale am 5.3.07 20:29


Why pourquoi?

You're extraordinary. None of the fashion girls. Your second skin's so skinny it almost hurts. It looks like you were floating when you try to take a walk. You always seem to listen everytime we try to talk. If there's nothing else to stop us on our way, tell me why pourquoi ne pouvons-nous jamais être aimés?

I think I like you. But not enough. We're individuals and very hard to touch. You suffer more than others from what we're meant to be. None of those sunshine-lovers like on TV. We're generation faith-departed, started to go down. Unfinished unforesakeable upon a common ground . If there's nothing that we're not allowed to say, tell me why pourquoi ne pouvons-nous jamais être aimés?
I think I like you ver much but not enough.
(Slut)

Schpale am 6.2.07 21:22


...night vision...

Seit Jahren bin ich an jedes Saddle Creek Konzert gegangen, das in meiner Reichweite lag. Ich bin in Genuss einiger Bands dieses Labels gekommen. Dass ich für den Star des Labels schwärme ist auch einigen Beiträgen hier zu entnehmen. Ausnahmslos alle S.C.Konzerte haben mir gefallen. Es waren immer tolle Abende. Immer hatten sie grosse oder kleinere Erkenntnisse zur Folge wie ich hätte besser doch nicht mit meiner Ex rumgeknutscht oder ach Conor ist ein Glückspilz, seine Freundin ist zwar etwas zu dünn geraten aber dennoch wunderschön. Eigentlich immer hab ich mir einige Wochen/Tage vor dem Konzert die passende CD gekauft, in sie reingehört. Bin an die Konzerte gegangen, einige Lieder wiedererkannt und toll gefunden. Hab einige Leute getroffen und gelabert. Hab gesehen und bin gesehen worden. Und nach jedem Konzert wusste ich, dass ich auch das nächste besuchen werde, sollte nicht etwas dazwischen kommen.

Heute bzw. gestern wars irgendwie anders. Mein Bruder hat mir die CD zu Weihnachten geschenkt. Vielleichts hats damit begonnen. Mein Bruder verschenkt nur gute CDs. Mein Bruder ist nicht einfach zu begeistern. Ich habe die CD irgendwann eingelegt und ich war überrascht. Kein Songwriter, der eben nicht ganz so genial wie Conor ist und seine Songs mit einer Countrygitarre unterlegt. Kein sympathischer Freund von Conors Bruder aus Omaha, der seine Band nach seinem Sohn benennt. Auch keine Frau, von der man eigentlich zu wissen meint, dass sie mit Conor zusammen ist und sowieso auf jeder Saddle Creekplatte mitspielt. Diese Band war anders. Beschreiben kann ichs nicht. Klingen tut sie super, anders, neu. Nachdem man sich die Platte angehört hat, bemerkt man, dass es zwar eine CD von Saddle Creek ist, aber dass sie eben nicht aus Nebraska kommt. Das heisst überhaupt nicht, dass sie nicht typisch fürs Label sein kann. Sind sie wohl. Besonders auf der Bühne. Aber es ist nicht irgendjemand aus dem Obersten Clan. Und dann das Konzert. Natürlich war ich etwas traurig, dass Maria und Orenda nicht mit von der Partie waren, obwohl sie auf jedem Bandfoto drauf sind. Als Eyecatcher halt. Aber es war super. Noch besser als auf CD. Und der Frontmann irgendwie süss. Typisch Saddle-Creek aber auch typisch amerikanisch. (Gut, er war multilingual. "THANK YOU!" "DANKESCHÖN!" "MERCI!" Er war süss und übertrieben nett. Sagte 500 mal wie toll wir sind. Bedankte sich brav. Prostete uns zu. Manchmal sagte er auch ganz cool "hey there!" "hey you guys" als hätte er uns gerade erst bemerkt. Er sah viel zu jung aus, aber auch so perfekt-indie-ich-hab-irgendwas-aus-dem-schrank-genommen-das- jetzt-halt-verdammt-cool-an-mir-aussieht. Der Rest der Band versuchte ausszusehen als wäre er eben Teil der depressiven Indie-Jugend, die so schrecklich unter der Gesellschaft zu leiden haben. Nur der Drummer, der strahlte mit dem Sänger um die Wette und manchmal auch etwas um die Aufmerksamkeit. Vielleicht hätte er nicht Drummer werden sollen, da ist man eben im Hintergrund.

Nevertheless. Es war genial. Ich bin nicht verliebt, dafür war es zu SaddleCreek und zu Amerikanisch. (Wie schön, dass der letzte song ein Anti-Bush-Song war. Wäre er nicht so unglaublich schön und toll, hätte ich mich hier in diesem Beitrag vielleicht auch eher über diese ausgeleierte Bush-Arschloch-Masche ausgelassen.) Aber ich kann getrost NOW IT'S OVERHEAD ab sofort zu meinen Lieblingsbands zählen, ohne dass ich in einer Woche zugeben muss, dass ich sie vielleicht doch nicht ganz so oft höre.

Schpale am 26.1.07 01:02


Let's Tape It!

Zu Zeiten von Rob Fleming hat man noch Tapes aufgenommen. Damit hat auch Schpale angefangen. Dann sind CD-Brenner aufgekommen und der Herr hat sich fortan mit dem "samplern" beschäftigt. Auf Anfrage werde ich nun die wichtigsten Regeln zusammen fassen.

1. Anlassgebundenheit

Grundsätzlich muss es einen Anlass für einen Sampler oder ein Tape geben. Macht man einen Sampler für sich selbst, dann um eine spezielle Zeit festzuhalten, in der einen die Musik sehr begleitet hat. Es kann auch traditionelle Tapes geben. Beispielsweise ein alljährliches Sommertape oder einen Jahresrückblick. Oft bäckt man Sampler aber auch für Freunde oder solche, die es noch werden sollten. Diesen Anlass kann man Freundschaftsbindung nennen.

 

2. Aussage

Ein Tape sollte immer eine Aussage haben, besonders wenn man es verschenkt. Hat man beispielsweise eine längere Zeit zusammen verbracht, deren Musik man nun verschenkt, ist die Aussage höchstwahrscheinlich "Es war toll." Versucht man sich jemanden zu angeln sollte die Botschaft "Du bist toll" lauten. Bevor man überhaupt mit irgendwelchen Liedern um sich schmeisst muss man über die Aussage nachdenken und sie konkretisieren.

 

3. Liedauswahl

Auch wenn es sehr schwer fällt, sollte man sich immer auf eine CD bzw. ein Tape beschränken. Das sind dann im Durchschnitt 18 Songs. Natürlich wählt man Lieder, die einem gut gefallen und viel bedeuten. Natürlich sollten sie zur Aussage passen. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich noch nie einen Sampler mit einem meiner absoluten Lieblingssong, nämlich "Fuck U" von Archive, verschenkt habe. Würd sich einfach nicht so gut machen. Es lohnt sich 1-2 Songs mehr auszuwählen als Platz haben. Bei der Anordnung bemerkt man oft, dass sich ein Lied nicht eingliedern lässt. Das lässt sich einfacher rausschmeissen, wenn man gleich Nachschub hat. Man muss sich immer drüber im Klaren sein, dass man nicht alles drauftun kann, was man will. Auch wenns weh tut müssen Favoriten sterben. Der Empfänger wirds nicht bemerken. Man macht lieber später ein neues Tape mit anderen Liedern drauf. Zuviel neue Musik ist für viele Leute eine Überforderung. Nachfolgetapes eignen sich auch wunderbar um Aussagen zu konkretisieren. Beispielsweise Tape 1: "ich find dich toll" ein späteres Tape 2 "ich bin schwer verliebt". Macht man einen Sampler um einem Freund lediglich wichtige Lieder mitzugeben, ohne dass die ein Liebesthema oder so etwas enthalten müssen, sollte man ähnliche Stilrichtungen wählen, das erleichtert die spätere Anordnung. Natürlich sollte man sich in diesem Fall auch schon etwas mit dem Musikgeschmack des Freundes auseinandersetzen um ihn vor Altbekanntem zu schützen. Kennt er eine Band nur oberflächlich müssen die weniger bekannten Lieder gewählt werden. Grundsätzlich sollte man aber allzuschwer verdauliche Kost vermeiden und immer sehr gute und packende Stücke wählen. Wählt man zwei oder mehrere Stücke vom selben Künstler muss man darauf achten, dass sie verschieden sind. Sonst macht es keinen Sinn.

 

4. Anordnung

Wichtig ist ein packender Anfang. Ein Bombenlied, das schon beim ersten Hören mitreisst. Oder das seine Botschaft klar ausdrückt. Hat man auch Stücke gewählt in einer dem Empfänger unbekannten Sprache oder Stilrichtung eignen sich diese keinesfalls für den Anfang. Weiter ist darauf zu achten, dass es smoothe Übergänge gibt und kein wirres Stilrichtungrumgehüpfe, das ist mühsam zum hören. Trotzdem darf eine Anordnung etwas willkürlich erscheinen und muss nicht absolut perfekt sein. Schliesslich muss die Individualität eines jeden Künstlers klar zur Geltung kommen. Nicht dass der Hörer danach das Gefühl hat alles habe gleich geklungen. Der wichtige Rob Fleming Tipp hier: Macht man einen Sampler für jemanden, der sich lediglich danach erkundigt hat, ob man ihm vielleicht DIESEN EINEN Song brennen könne, (ich weiss, zu Zeiten des Internets untergegangen), platziert man diesen im letzten Drittel, aber nicht am Schluss des Samplers. Damit zwingt man den Hörer den ganzen Sampler kennenzulernen. (Besonders bei Tapes.) Der Schluss sollte abrunden und gut sein. Auf keinen Fall dem Hörer eventuell wenigergeliebte Stücke an den Schluss packen. Man muss ihn zwingen sie zu hören und sie so lieben zu lernen.

 

5. Probehören

Hat man alles soweit fertig muss man sich das Werk anhören. Komische Übergänge? Gegensätzliche Gefühlsregungen kurz nacheinander? Lieder die nicht reinpassen? So werden Ungereimtheiten ausgemerzt. Hier ist zur Kontrolle auch wichtig ob der Sampler etwas persönliches ist. Denkt man beim Hören an den Empfänger? Oder an die Zeit zurück, über die man einen Sampler gemacht hat? Hat es evtl. Insider drauf? Ja? Super.

 

6. Gestaltung

Gebrannt? Getaped? Gut, dann muss das Umfeld konstruiert werden. Lieder anschreiben, auch von wem sie sind, und von welchem Album. Das ganze kann mehr oder weniger Künstlerisch dargestellt sein, je nach eigenem Spieledrang. Je mehr künstlerische Arbeit drinsteckt (bsp. Hülle, Booklet usw.) desto persönlicher und individueller wird das ganze. Man kann aber auch blosse CDs verschenken. Zu viel Schnickschnack kann auch nerven, wenn man sich eigentlich mit der Musik auseinander setzten möchte.

 

Dann ist das ganze fertig und versandbereit. juhu.


El monstro de los samplers am 19.1.07 20:25


Griechisch phoitao: Häufig an einen Ort gehen.

Ich bin ein Reithallenphoitatist. Ja, ich hab das Wort eben erfunden. Irgendwie war ich im Oktober verdammt viel in der Reithalle. Ist übrigens n Konzertlokal und hat mit Pferden nicht mehr so viel zu tun. Ungefähr gleichvielmal wie in meinem ganzen bisherigen Leben zusammen. Aber hej, das macht nichts. Auf Tomte hatte ich gerade Lust, statt Pete durfte ich die fantastischen Veils gucken und am Montag, da war Archive dran.

Konzertberichte zu schreiben, das find ich doof. Ich weiss, ich tu das manchmal. Aber mein prinzipielles Ziel ist nicht meine Leser eifersüchtig zu machen. Höchstens ein wenig. Auf jeden Fall war Archive toll, sehr toll, es hat mich fast umgebracht, aber ich will auch ja nicht eifersüchtig machen

Als ich im Zug vom Konzert nach Hause fuhr, da hab ich mir überlegt, wie ich der Welt von meinem überragenden Abend erzählen könnte. Natürlich kam mir da mein Blog in den Sinn, aber das ist nicht der richtige Ort. Der ganzen Welt erzählt hab ichs dann mit meiner pubertären Laune am nächsten Tag.

Egal, was schreibt man denn in sein Blog, wenn nicht die überragenden Erlebnisse? Ich musste über das Konzept meines Blogs nachdenken, und denke, dass es weiterhin so unstrukturiert und sexlastig bleiben soll wie bisher. Vielleicht kann ich so mit dem Stilmittel der Überraschung arbeiten. Hihi. Und kein Mensch weiss jetzt, was ich damit sagen will. Das mag ich. 

Schpale am 2.11.06 19:10


Thanks Pete For Not Coming

Lieber Pete Doherty,

 Ich habe mich sehr auf dich und deine Bandmates von den Babyshambles gefreut. Gleich am ersten Tag ging ich Tickets kaufen. Ich habe schon da nicht damit gerechnet, dass du auftauchen wirst. Es hat mich auch nicht gewundert, dass auf den Tickets schon genau stand, was passieren würde, kämst du nicht. Aber ich hab gehofft du schaffst es.

Gründe dafür gibt es ein paar. Du bist in meinem Leben sehr präsent. In meiner täglichen Morgenlektüre, 20min, steht fast täglich etwas über dich drin. Das freut mich immer sehr, denn etwa 90% der Leute auf der "people"seite kenne ich nicht, und dann ist es doch schön von deinen Problemen mit Katie und den Drogen und den Journalisten und überhaupt zu lesen. Aber ich hab dich schon vor längerer Zeit lieben gelernt, mit den Libertines. Sie sind sehr toll und werden auch oft angehört. Natürlich bin ich auch im Besitz des Babyshamblesalbums und ich mag es auch, und hey, dude, you rock. Deswegen wollte ich dich sehen, und auch ein bisschen, weil es doch mächtig indie gewesen wäre, dich gesehen zu haben auf einer Tour die eh schon zur Hälfte abgesagt war.  Und dann hab ich da mal irgendwo gelesen, dass Kate geplant habe, dich auf der ganzen Tour zu begleiten, bei einem Song mitzusingen und vielleicht deinen Drogen- und Groupiekonsum etwas zu überwachen. Und weisst du. Ich hätte sexiest bloodiest Kate Moss schon gerne gesehen.

Nun, du hast mich nicht enttäuscht. Ich wusste ja eigentlich, dass du nicht kommen würdest. Aber das macht auch gar nichts. Ich ging dahin und konnte mit 20 Franken mehr im Geldbeutel the Veils geniessen. Und das ist nicht ohne. Sie waren super. Sie waren genau das, was ich an diesem Abend brauchte. Das will nicht heissen, dass ich dich nicht hätte sehen wollen, aber The Veils, das passte einfach besser. Auch wenn mich die 13jährigen Mädels in der ersten Reihe, die sich mit ihren pinken Handys fotografierten, nervten, es war unglaublich. Dass ich den Preis fürs Shirt noch um 5 Franken drücken konnte und eine nette Unterhaltung mit dem schönen Gitarristen hatte, hat den Abend perfekt abgerundet.

 

Weisst du Pete, da der Chef der Kaserne hat mir gesagt, ihr hättet die Tour bloss verschoben. Dein Management soll ihm den Verschiebetermin am Montagmorgen versprochen haben. Er ist noch immer nicht erschienen. Nun ja, ich würde mich ja auch freuen, dich wieder zu sehen. Aber hey. Danke, dass ich wegen dir the Veils in voller Länge und in voller Pracht geniessen konnte. War super. Sag Kate n lieben Gruss von mir.

Dein Schpale

Schpale am 18.10.06 20:42


Sex

Ja, ich weiss, wieder mal n Titel, der wunderbar zu mir passt.

Eigentlich wollte ich was über die Wichtigkeit von Sex in Beziehungen schreiben. Und ja, doch, Sex ist wichtig.  Ich meine, man kann sich fragen worin sich die Liebe zwischen Geschwistern und Lebenspartnern unterscheidet. Und ich komme da in erster Linie auf Sex.

Aber der Sex verändert sich auch im Laufe einer Beziehung. Und ich wollte eigentlich ursprünglich darauf eingehen, ob Sex ein Indikator für den Stand einer Beziehung ist. Also, hm, hat man keinen Sex mehr miteinander, ist bald auch die Beziehung im Eimer oder so. Aber vielleicht ist sie ja auch im Eimer WEIL man keinen Sex mehr hat.

Ja, ich habe beschlossen, dass dieses Thema zu hoch für mich ist. Und deswegen habe ich beschlossen über den Status des Sex in Sexbeziehungen zu schreiben. Und da kann ich sagen, hat man keinen Sex, dann ist das keine Sexbeziehung mehr.

Grüsse.

The Genius. 

Schpale am 23.9.06 17:52


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