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Freunde
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Tea For Two

Lady Chatterley hatt ihren Liebhaber zum Nachmittagstee eingeladen.

"Good aftershave", sagte sie, als er sie auf die Wange küsste.

"Yes", sagte der Liebhaber.

"Shit down!" seufzte sie leichthin. ("Scheissstadt!"

"Where is the tea?" fragte der Liebhaber, als er keine Tassen sah. "Here", sagte sie, indem sie ihr Hauskleid öffnete und darunter ein durchsichtiges Hemd sehen liess. "It's a T-shirt." ("Es ist eine Tee-Schürze"

"Oh!" sagte er. ("Ah!"

"Up to date!" rief sie. ("Auf zur Tat"

"Ah!" sagte er ("Oh!" und küsste ihren Hals so leidenschaftlich, dass ihr Perlencollier zersprang.

"Oh, mein Halsband!" schrie sie. ("Oh! My Husband!"

Der Schuss krachte und Lady Chatterleys Liebhaber sank tot zu Boden.

"Where is that bloody tea?" fragte der vorzeitig von einer Weltreise heimgekehrte Gemahl mit rauchender Pistole. ("Wo ist dieser blutige Tee?"

Lady Chatterley wollte ins Badezimmer entwichen: "I take a shower!" ("Mich packt ein Schauer!"

Es war aber der Gatte, der sie packte.

"I'm so afraid," stammelte Lady Chatterley, ("ich bin so erfreut!" nahm ein Tee.Ei in die eine Hand und - hier wollen wir die beiden ihrem schändlichen Treiben überlassen.

Schpale am 6.8.07 21:13


The Secret I Kept In My Locket

Close your eyes.
Remember when you were six.
What did you want to be and dream of?
Go outside.
Take the first train to the middle of nowhere.
Count the birds or the waves or your fingers.
Kiss the back of your hand like you're totally in love.
Take off all your clothes and jump in the sea or a lake, it's best when freezing.
Make yourself your favourite dinner.
Wash your hair.
Look nice and go dancing.
Listen to Joni Mitchell.
Get drunk and fall over repeatedly.
Take all the time it takes to get the courage back to smile with total authenticity.

Follow your bliss.
Schpale am 10.6.07 19:50


Freunde, gute und die, die auch gute Freunde sind

Selten wurde mir so grausam vor Augen geführt, was ich an meinem Leben hasse, was ich an mir hasse. Und dass ich jetzt nach Hause komme und mich stockbesoffen noch an den PC setze, und dann plötzlich Radioheads Creep aus den Lautsprechern dröhnt, gehört wohl dazu.

Das Wichtigste in meinem Leben sind Freunde, Familie. Ich weiss, klingt abgedroschen und sagt jeder. Aber ist so, kann ich nix gegen tun. Das Problem ist, es gibt unterschiedliche Freunde. Was ich haben will sind gute Freunde. Es gibt die ganz guten Freunde. Die, die man gut zu kennen glaubt, denen man alles anvertraut, man auch spät abends noch anruft, wenn was ist. Die, die so sind, wie man selbst gern wäre. Die, auf deren Freundschaft man so richtig stolz ist. Die anderen sind auch gute Freunde, die man sehr gerne mag, aber die irgendwie nicht so sind wie man selbst, die haben irgendwie per Zufall das eigene Leben durchkreuzt und man hat sie sehr lieb gewonnen. Aber irgendwie sind sie anders.

Ja, vor Augen geführt haben mir diese Differenz meine letzten beiden Abende. In meiner Heimatstadt hat ein kleines Festival stattgefunden, alles gratis, in der Innenstadt, tolles Motto, super Essen, grossartige Musikvielfalt, man geht eben hin. Gestern Abend mit einer wahnsinnig guten Freundin, mal in die Stadt gefahren, sich schon wahnsinnig auf die eine Band gefreut, kaum ist man vor der Main Stage beginnt es voll zu regnen. Wir quetschen uns unter einen Schirm, werden nass, harren aber vorerst aus. Bis es zu hageln beginnt, das ist dann auch uns etwas zu viel, wir beschliessen was trinken zu gehen, und wir sind schon beide bis auf die Haut durchnässt. Wir lachen, geniessen einen warmen Kaffee, quatschen über Gott und die Welt, vergessen dabei die Zeit und müssen auf den letzten Zug rennen. Planung schief gelaufen, Spassfaktor 10, zu Hause ein Lächeln auf den Lippen, zufriedenes Wegdösen. Heute Abend: andere gute Freunde. Seit Ewigkeiten drauf gefreut sie wieder zu sehen. Wunderschönes Wetter, fast etwas zu heiss für den Finnen in mir, tolle Openairstimmung insgesamt. Bereits um 20 Uhr zwei Bier intus, gerade dabei der Band auf der Mainstage zu lauschen, als die anderen beschliessen ins Pub zu gehen. Warum um alles in der Welt muss ich ins Pub gehen und dort Bier trinken, wenns hier ein Gratisfestival gibt und ich unter freiem Himmel saufen kann, dabei von netter Musik begleitet werde und erst noch weniger bezahle? Naja, 2 Stunden später beschliessen wir wieder zurück zu gehen, doch den andern passt die Menschenmenge nicht. Tja, Openairschicksal, meine Lieben. Um 12 wollen sie wieder ins Pub, obwohl wir nur noch eine halbe Stunde haben bis unser Zug fährt. Weil ich mich sperre, werde ich als Spassbremse betitelt, die Stimmung am Boden, und als ich in Schlangenlinien nach Hause laufe, frage ich mich warum ich mit ihnen befreundet bin.

Morgen, da wird es mir Leid tun mir diese Frage gestellt zu haben. Aber wir wissen ja, Besoffene und Kinder sind immer ehrlich. Ich mag sie, ich liebe sie, und wären sie nicht da, würds mir noch viel schlechter gehen. Ich mag sie genau so wie sie sind. Ich bin vielleicht nur ein kleines Kind, dessen Vorstellungen vom perfekten Abend nicht erfüllt wurden. Vielleicht hätte ich Alphatierchen spielen und sie nach meiner Pfeife tanzen lassen sollen. Aber dann wären sie heute Abend die, die einen derartigen Blogeintrag abgeben würden. Egal, c'est la vie, und wir wissen doch alle, auch wenn solche Abende zustande kommen, weil man nicht dasselbe mag, ist es schlussendlich doch wichtig what you ARE like, not what you like. Und dann tut es mir schon richtig leid, dass ich am Anfang behauptet habe, ich hätte zwei Arten von Freunden.

Schpale am 10.6.07 01:46


Längen, die meinen Ohren gefallen.

Ich hatte in letzter Zeit doch ziemlich viel zu tun, da war es für mich eher doof, dass gerade jetzt eine sehr gute Freundin von mir Geburtstag feierte. Die brilliante Idee, auf die ich wartete, blieb aus. Da blieb mir nichts anderes übrig als ihr Lieblingsessen zu zaubern und, weil ich ihre Gutmütigkeit und Bescheidenheit kenne, sagte ich ihr noch, sie hätte einen Wunsch frei. Und? Was sollte es sein? Ein Sampler. Sie gab mir keine Vorgaben, meinte aber ich solle sie überraschen. Sie kennt mich verdammt gut. Zu gut als dass ich sie wirklich überraschen könnte. Ich musste schon etwas sehr untypisches sein. Ich musste für einen Sampler lang zum Mathematiker werden. Music is Math. Hat eine meiner Lieblingsbands doch schon lange gesagt.

Das hab ich euch jetzt nur erzählt, dass ihr mich nicht für völlig crazy haltet, wenn ich euch jetzt etwas erzähle, das euch wirklich grausam am Arsch vorbeigehen kann. 

Also ich habe tatsächlich Liedlängen, die in meinen (aktuellen) Top 100 Songs* mehrmals vorkommen. und zwar sind das:

3:38 :

  • Mickey 3d - Valée
  • Garbage - I think I'm paranoid
  • Broder Daniel - I'll be gone
  • Kaizers Orchestra - Papa har lov
  • cloudride - Stupid Flag
  • Muse - Micro Cuts
  • Björk - It's Oh So Quiet
  • Kosheen - Gone

3:43:

  • Emiliana Torrini - Fingertips
  • Archive - Hate
  • Garbage - Wicked Ways
  • Kaizers Orchestra - Knekker deg til sist
  • Keith Caputo - Razzberry Mockery
  • Garbage - Special
  • Bright Eyes - A Perfect Sonnet
  • Now It's Overhead - Walls

4:01:

  • Aqualung - Falling Out Of Love
  • Now It's Overhead - Meaning To Say
  • Kosheen - Pride
  • Now It's Overhead - Estranged
  • Bright Eyes - We are nowhere and It's now
  • Placebo - Blind
  • Slut - All we need is Silcence
  • Garbage - Bleed like me

Was sagt uns das? Von 100 Songs, sind ganze 24 Songs innerhalb von nur 3 verschiedenen Längen angesiedelt. Klar, ich mache nicht zu lange Songs rein, und zu kurze wären Verschwendung bei nur 100 Liedern Platz. Trotzdem, beeindruckend. Mag ich einfach genau diese Länge? kA.

Auffallend sind aber auch vorallem diese Dinge:

  1. von 5 Liedern von Garbage sind 4 auf diesen Listen, heisst das jetzt, dass sie Mainstreamlängen produzieren? (das 5. Lied hat mit 3:33 immerhin 2 Kumpanen, was auch noch viel ist. der grosse Rest ist alleine in der Länge oder hat 1 Kumpanen)
  2. Von Now It's Overhead hats das ganze Album in die Top100 geschafft, also 10 Lieder. Auf die hundert Lieder macht Now It's overhead also einen Zehntel aus. Dass sie in den obigen Listen 3 mal vertreten sind, ist also ganz logisch. (Nein, ist es nicht aber ich bin kein Mathematiker. Ich sags nur so, wies auf mich scheint)
  3. Kosheen ist mit 100% ihrer Lieder in den obigen Listen vertreten
  4. Die neben Now It's Overhead am meisten vertretene Band, mit ebenfalls 10 Liedern, ist Bright Eyes. Sie haben neben den 2 obengenannten 3 Lieder, die alle gleich lang sind (4:34) (At The Bottom Of Everything/Sunrise,Sunset/Nothing Gets Crossed Out) Diese drei Lieder kommen übrigens von 3 verschiedenen Alben
  5. Beim durchforsten von älteren Top100 Listen finden sich überhaupt keine anderen 8er Gruppen. Das höchste sonst ist 5. Es muss also eine höhere Macht gewesen sein, die mich ausgerechnet (was fürn mathematikerwort!) in dieser Woche hat zum Mathematiker werden lassen.
  6. Ja, ich weiss, Mathematiker lesen nicht einfach nur Zahlen, sondern fangen auch was mit ihnen an. Aber so überzeugend will ich ja gar nicht sein. Ich bau jetzt einen Sampler für meine Schwägerin. Lieder mit der gleichen Länge zusammenzusuchen wär mir aber zu doof. Aber es werden nur Lieder sein, deren Länge eine Quersumme von 7 hat. Doch noch etwas Mathematik heute.

 

 

* Meine Top 100 Songs wechseln von Woche zu Woche. Es ist sozusagen mein Sonntagabendritual eine Top 100 Liste für die nächste Woche zusammenzustellen, die ich dann hören kann, wenn ich nicht eine konkrete Band-mood habe. Die Songauswahl ist nicht repräsentativ für meinen Musikgeschmack. Ich knalle da oft einfach halbe oder z.T. sogar ganze Alben rein, von Bands, die ich gerade oft höre, oder die ich mir gerade neu gekauft habe. Es ist keine feine Auswahl und dauert kaum länger als 15 Minuten

 

Schpale am 22.5.07 02:19


Über das, was andere mein seeehr gesundes Selbstbewusstsein nennen.

Ich bin ein kommunikativer Mensch. Ich hasse betretene Stillen in einem Gespräch. Ich kann mich doch seit einigen Jahren ziemlich gut artikulieren. Ich lerne gerne neue Leute kennen. Was machst du so beruflich? In deiner Freizeit? und dann irgendwas nachfragen, etwas, aber nicht zu viel, von mir selbst erzählen. Ja, so kommt man leicht mit Menschen ins Gespräch, mit denen man alleine gelassen wurde und Zeit totschlagen muss, oder welche, die einfach mein Interesse auf sich ziehen.

Ich bin ein ziemlich verschlossener Mensch. Ich erzähle nicht gerne zuviel Privates. Ich liebe es meinem Musikgeschmack breitzutreten, über aktuelle Themen zu diskutieren, kleine Geschichten aus meinem Leben zu erzählen, aus denen man kaum Schlüsse über meine Person ziehen kann, ich liebe es alles zu dramatisieren, was mit mir nichts zu tun hat.

Ich schauspielere gerne. Ich bin manchmal sogar eine kleine Rampensau. Ich hab kein Problem mit meinem Gesabbel 10 Personen aufs mal zu unterhalten. Ich mag es, wie sie an meinen Lippen hängen, wenn ich wieder etwas Alltägliches zum Skandal des Jahres aufpausche.

Ich lache über mich selbst. Obwohl selbst bekennender Geografiefreak Balkan und Baltikum verwechselt? Ach, da seht ihr, ich bin meilenweit von den finnischen Trinkgewohnheiten entfernt, wenn ich schon nach einem Bier solchen Mist erzähle. Und niemand denkt mehr über meinen mir mehr als oberpeinlichen Fehltritt nach. 

 Dieses Verhalten, das ich in grösseren Menschenansammlungen an den Tag lege, wird mir als Selbstbewusstsein ausgelegt.

Nein, ich bin nicht selbstbewusst. Ich habe lediglich das Talent es euch gekonnt vorzugaukeln. Denn ihr seid dann blind für alle meine 100'000 Fehler, die ich euch nie zeigen will, weil es mich angreifbar machen würde. Manche nennen das Schutzschild, aber das ist es nicht. Es ist ledichlich gekonntes Irreführen von Menschen, vor denen ich mich fürchte. Weil sie selbstbewusst sind, keine Fehler haben, und die Leute sie mögen. Ja, ich bin nicht der einzige, der diese Taktik verfolgt. Und ich lasse mich von meiner eigenen Taktik irreführen, weil ich immernoch glaube, der einzige Mensch mit Fehlern zu sein.

Schpale am 20.5.07 13:59


Leben

Der Dreijährige sagte
über den Alten
er sei schon sehr alt,
aber noch nicht tot.

Und nun fürchte ich manchmal,
dass er über mich sagen könnte,
ich sei schon ziemlich tot,
aber noch nicht alt.

(Pedro Lenz) 

Schpale am 6.5.07 20:16


Die anderen netten alten Damen.

Nachdem ich ein nicht unbedingt schmeichelhafter Eintrag über eine Dame der älteren Generation geschrieben habe, muss ich jetzt doch loswerden, dass ich es doch einige solche gibt, die ich sehr schätze, auch ausserhalb der Verwandtschaft.

 

Kürzlich im Zug, ich fuhr von der Arbeit nach Hause. Mein geliebter Zack (=mein mp3Player) in den Ohren. Der Zug war ziemlich voll und ich setzte mich zu einer älteren Dame ins Abteil. Ich hörte Maximilian Hecker. Der ist ja nicht uuuunbedingt laut von Natur aus und ich höre auch selten wirklich laut. Ja, ich möchte nicht behaupten ich hätte sehr leise gehört, aber ich denke es war eine angemessene Lautstärke. Ich tippte gerade eine SMS an eine Freundin, und als ich hochblickte stand die Dame mittleren Alters vor mir, die vorhin im gegenüberliegenden Abteil Platz genommen hatte und sagte mir ziemlich forsch, ich solle gefälligst meine Musik leiser schalten, sie gefalle ihr überhaupt nicht. Ich dachte eigentlich könnte sie Maximilian Hecker mögen und vermutete schon, dass es mehr ums Prinzip als um meine Musik ging. Natürlich drehte ich die Lautstärke etwas runter, was allerdings zur Folge hatte, dass ich sie kaum mehr hörte, bei all den Nebengeräuschen in einem vollen Zug. Als ich dann ausstieg, drehte ich die Musik genüsslich wieder hoch, und zwar lauter als sie ursprünglich gewesen war. Beschwingt lief ich in Richtung der Fahrradständer, als jemand mir auf die Schulter tippt. Ich drehte mich um und vor mir stand die ältere Dame aus meinem Abteil und sagte zu mir "Also ich weiss ja nicht was die andere hatte. Sie haben gar nicht laut Musik gehört. Also ich hab fast nichts gehört, und ich höre trotz meines Alters noch sehr gut. Man kann also wirklich pingelig sein, denken Sie nicht drüber nach, das ist nicht Ihr Problem."

 

Ja. Ich hätte sie knutschen können. 

Schpale am 30.4.07 19:56


Die netten alten Damen, die einen ja schon kennen seit man so klein ist.

Ach? Sind Sies? Ich hätte Sie ja beinahe nicht mehr erkannt, ja, ist ja doch schon eine Weile her, seit sie nicht mehr hier wohnen. Sind Sie auf Besuch? Ja, das ist nett, man kehrt eben doch immer wieder dahin zurück wo man aufgewachsen ist, auch ich spaziere regelmässig an meinem Elternhaus vorbei, jaja, das steht immernoch, da wohnt meine Schwester drin, ja, von ihr hab ich auch mein Fahrrad, sie braucht es kaum noch, sie hat ja ein Auto, ist nur darin unterwegs, ich hingegen kann ja gar nicht fahren, und seit Werner verstorben ist, ja ich lebe doch jetzt auch schon 8 Jahre ohne ihn, bin ich nur noch mit dem Fahrrad unterwegs, wobei ich fahre nur noch hier im Dorf, weiter hats mir einfach zuviel Verkehr, das ist mir viel zu gefährlich, früher ging ich noch regelmässig den Hans besuchen, ja, der ist schon als kleiner Bub invalide gewesen, hat immer so gezittert, aber der lebt immernoch, früher war er im Frenkenbündten, aber jetzt ist er da unten beim Krankenhaus, ach ich weiss nicht mehr wies heisst, ja, er freut sich immer wenn ich vorbei komme, ja ich gehe nicht oft, so einmal im Jahr, und er mag diese kleinen Schokolädchen, die Napolitains, ja die mag er so gerne, und dann bin ich zu ihm gefahren mit dem Fahrrad, und wollte die Napolitains noch am Kiosk kaufen, der war aber schon geschlossen, also ging ich mit leeren Händen zu ihm, da hat er mich gleich wieder weggeschickt, wobei er hat so eine zitterige Stimme, ich hab ihn nicht verstanden, musste immer die Schwester rufen, ja aber dann bin ich losgefahren um doch noch Napolitains zu besorgen, und ja es war sehr heiss, Juli oder so, und es war ein unglaublicher Verkehr, auf jeden Fall bin ich bis zum PickPay gefahren, den gibts ja auch nicht mehr, ja, alle Läden gehen ein, und hab sie da gekauft und bin wieder zurück, und ja, der Hans hat sich unglaublich gefreut, aber am nächsten Tag hat seine Nichte mich angerufen, ja, sie fand es rührend wie ich mich um den Hans kümmere, immernoch nach all den Jahren, aber das sei ja schon waghalsig gewesen, da mit dem Fahrrad durch den Feierabendverkehr, bis mir dann mal was passiert, ja da hat sie schon recht, das war schon gefährlich, ich hab mich ja auch besonders beeilt, und es war so heiss, und der ganze Verkehr, ja das würde ich heute nicht mehr machen, ja auch die Jungen haben Recht, auf die muss man manchmal auch hören, aber in die Stadt geh ich ja kaum noch, ja, und über den neuen Bahnhof bin ich noch nie gegangen, da nehm ich dann lieber den Bus und fahre in die Stadtmitte, ja, ich hab noch n Gutschein bei C&A, ich hatte da nämlich mal eine wunderschöne Wildlederjacke, ja, die mochte ich wirklich, und dann wollte ich sie reinigen lassen, und dann haben die gesagt sie würden sie nach Zürich schicken, in eine Spezialreinigung, aber als die zurück kam, die sah aus wie in einer normalen Waschmaschine gewaschen, wirklich schrecklich, und ich mochte diese Jacke wirklich, also ich glaube ja nicht, dass sie die nach Zürich geschickt haben, und die 85 Franken musste ich trotzdem bezahlen, aber ich bin dann in die Stadt gefahren, und bei C&A hab ich die Jacke zurück gebracht, und die hatten aber noch nie Probleme mit diesem Modell, aber aus reiner Gutmütigkeit hat mir dann der Chef doch noch n Gutschein gegeben, ja weil ich halt schon seit Jahren Kundin bin, ja, das letztemal als ich in der Stadt war, das ist schon lange her, da werden sie ja auch immer krimineller, da war die EPA auch nicht mehr da, da hab ich mich erkundigt und eine junge Dame meinte, die sei seit 2 Jahren nicht mehr da, ja, hoffentlich passiert das mit dem C&A nicht, ich hab ja noch den Gutschein, jaja, wenn man älter wird, geht man nicht mehr so oft in die Stadt, aber ja auch hier ist mir ja mein Fahrrad gestohlen worden, und ja die Schwägerin ging es mit dem Auto suchen und ich bin das Bachbord abgelaufen, aber wir haben nichts gefunden, aber da hatte meine Schwester mir ihr Fahrrad verkauft, da war ich schon dankbar, obwohl ich schon dasselbe Modell gerne wieder gefahren wäre, aber heute gibts ja nur noch diese Mountainbikes, aber das traue ich mir im Alter nicht mehr zu, obwohl bei diesem Wetter fährt man ja gerne draussen, es ist schon unglaublich, aber jetzt ist halt alles trocken, und die Bewässerungsanlage funktioniert auch noch nicht richtig, das ist alles ganz trocken hier, ich musste da alles nochmal spritzen, und Schnecken hat es auch ganz viele, ja da muss man mit Schneckenkörner dagegen ankämpfen, ja die haben eben den milden Winter überlebt, überhaupt, das mit dem Ungeziefer, das ist unglaublich. Aber ich will Sie ja nicht aufhalten, Sie haben bestimmt unglaublich viel zu tun, ja das müssen Sie auch, solange man jung ist, muss man das ausnützen. War nett mit ihnen zu sprechen, hoffentlich sieht man Sie bald wieder! Auf Wiedersehen!

"Auf Wied..."

Ach? Sind Sie eigentlich noch in der Ausbildung? Sie haben ja die Matur gemacht. Sie sind ja ganz intelligent, wie alle ihre Geschwister, das hab ich ja schon bemerkt, als Sie noch ganz klein waren. Eure Eltern haben ganz gut zu euch geschaut, und ihr habt immer nett gegrüsst. Ach wenn Ihr Vater noch sehen könnte wie Sie ihre Ausbildung meistern, das würde ihn unglaublich stolz machen. Wissen Sie, mein Sohn hat auch vor 4 Jahren geheiratet, aber das war nicht so schön weil Werner das nicht mehr miterlebt hat. Wenigstens hat er die Freundin noch gekannt, ja, die haben ja schon lange zusammen gelebt. Ja oder gerade gestern hab ich da noch eine Einladung für eine Pensionsreise bekommen, ja Werner hat ja bei der Bank gearbeitet, und schon damals haben wir alle zwei Jahre eine zweitägige Reise gemacht, in netten Hotels, Viktoria in Interlaken und so, und für die pensionierten finden die Reisen nur noch alle 3 Jahre statt, aber wissen Sie, ohne Werner gehe ich da gar nicht hin. Es hat zwar auch andere Witwen, aber es ist nicht dasselbe wenn er nicht dabei ist. Meine Schwägerin meinte ja ich sollte trotzdem gehen und ich habs mir auch überlegt, aber ich würde mich gar nicht drauf freuen. Ja, also, jetzt muss ich doch auch weiter. Geniessen Sie das Wetter noch, alles Gute!

 "Danke, gleichfalls. Auf Wiedersehen"

Schpale am 17.4.07 17:45


Norway

"Where'd you go on vacation?"

"Norway"

"Was it fun?"

"Nø" 

Schpale am 9.4.07 14:32


I know, I know, I know

 

Aber mir kommen keine Einfälle. Meine Kreativität schwindet. Gut, ich könnte das Liebesleben einer Freundin breittreten. Wäre sehr interessant und alle Leser würden sich danach unglaublich gut fühlen. Das Problem ist, dass wenn ich das tue, kann ich euch nie mehr was über sie erzählen, das wäre schade. Sie ist ja so interessant.

Schpale am 9.4.07 14:26


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